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Schlagwort-Archive: Rote Beete

Grundsätzlich verwende ich schon auch gerne mal Lebensmittelfarbe – gerade an Weihnachten lassen sich damit einfach schöne Sachen machen. Aber trotzdem gruselt es mich, wenn ich Dinge lese wie „kann die Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen“ – Mh und damit hab ich nun gerade die Cake Pops für meine Kinder eingefärbt?!

Daher bin immer ganz glücklich, wenn ich ganze Büffets und schöne Kreationen OHNE künstliche Farbstoffe hin bekomme – das Ganze aber trotzdem farblich attraktiv ist. Da gerade Weihnachten ist, brauchte ich Sterne! Bunte Sterne, die meine Cupcakes und Gugl verschönern sollten. Ich habe diese kleinen süßen Fondant-Ausstecher (die übrigens super, günstig und für so vieles verwendbar sind) und habe überlegt, welchen natürlichen bunten Rohstoff ich damit ausstechen kann. Und da sind mir diese riesigen, wunderschönen Organgen ins Auge gefallen die es jetzt endlich wieder gibt. Bei Pinterest hab ich auch schnell ein Rezept für kandierte Orangen gefunden und gleich ausprobiert. Und das Ergebnis: Genial! Ich bin begeistert 🙂

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Und auch noch so einfach! Zwar schmerzhaft und langwierig. Aber einfach und außer warten muss man eigentlich nicht mehr viel machen – nachdem man die kleinen Teilchen ausgestochen hat. Das ist der mühlselige und wie gesagt schmerzhafte Teil… Organgen Schale ist hart und zäh – härter und zäher als man es vorher dachte…. Aber nichts desto trotz, ich hab die Zähen zusammen gebissen und sogar schon auf Vorrat produziert. Die Genialität wird ja noch dadurch abgerundet, dass die kleinen Sternchen quasi unbegrenzt haltbar sind.

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So, jetzt wie das Ganze geht:

Eine Bioorange (oder mehr – je nach Power in den Fingern :-)) waschen und trocken reiben. Die Schale mit einem scharfen Messer dick abschälen – allerdings nicht zu viel Weiß mit runter schneiden. Aus den Schalenstücken die Sterne ausstechen. In einem Topf 200ml Wasser und 150g Zucker aufkochen. Die Orangensterne dazu geben und ca 1min sprudelnd Kochen. Hierbei können jetzt auch noch andere Geschmacks- oder Farbstoffe zugegeben werden. Ich habe zum Beispiel ein Stück rote Beete und einen Esslöffel Chili-Flocken dazu getan (die Sterne sollten meine Schoko-Chili-Gugl zieren). Die gesamte Flüssigkeit mit den Sternen abkühlen lassen und eine Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag noch mal 50g Zucker zugeben und nochmals 1min sprudelnd kochen. Dann wieder abkühlen lassen und die Flüssigkeit in einem Sieb abtropfen lassen. Die Sterne auf einem Gitter/Lochblech oä verteilen. Das Ganze dann bei 70Grad Umluft 3-4 Stunden trocknen. Dabei einen Kochlöffel in die Ofentür klemmen, so dass ein Spalt offen bleibt damit die Feuchtigkeit abziehen kann. Nach dem abkühlen können die Sternchen dann wie jedes Zuckerdekor verwendet und gegessen werden.

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Sobald der Krampf in meinen Fingern weg ist, werde ich weiter Farb- und Geschmacksvarianten probieren!

Viele Grüße,

Martina

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zum Beispiel Suppe – meine große Liebe! Unter anderem, weil man so schön alles verarbeiten kann, was einem unter kommt. Da bei uns im Gemüsebeet gerade Ernte der ganzen Wurzelgemüse stattgefunden hat, gibt es … Wurzelsuppe!

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Ganz einfach, es wird alles Gemüse das einem schmeckt und nach Wurzel anmutet, klein geschnitten und mit Zwiebeln und Knobi angedünstet. Dann wird mit Gemüsebrühe (oder wenn man mag zur Hälfte mit Kokosmilch – hat in meinem Fall gut gepasst, da ich auch Ingwer mit rein gemacht habe) aufgefüllt. Das Ganze dann kochen lassen bis alles schön weich ist. Dann nur noch pürieren und abschmecken, zB mit Salz, Pfeffer, Curry, Zitrone, Chili …

 

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Zum Servieren kann man die Suppe dann noch fürs Auge und den Gaumen aufhübschen. Ich habe dafür einmal Kürbiskernöl und Kokos-Curry Flocken genommen. Beim zweiten Genuss dann getrocknete Tomaten und Sonnenblumenkerne.

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Und jetzt noch eine kurze Erklärung, warum ich den Post geschrieben habe:

1. Je länger ich mich mit dem Blog und Allem was dazu gehört beschäftige, desto heißer werde ich aufs Fotografieren. Ich sehe überall -in der Küche- potentielle Motive. Als dann dieses ganze leckere Gemüse auf meinem Holzbrettchen lag, konnte ich nicht widerstehen…

2. Wenn ich mir so die ganzen Food Blogs anschaue – vor allem die Großen – frage ich mich immer, wie machen die das? Die beschäftigen sich den ganzen Tag mit Fett und Zucker, laufen aber als Striche durch die Landschaft. Erst mal, ich für meinen Teil bin kein Strich – oder wenn dann, einer der mit nem Textmarker gemacht wurde und nicht mit einem Fineliner… Und, dafür das ich meine Backlust ausleben und auch genießen kann, spare ich bei den andern Mahlzeiten und versuche mir leckere Dinge zu machen, die zum Beispiel ohne Kohlehydrate auskommen. Vielleicht interessieren ja auch diese Rezepte den ein oder anderen? Wir werden sehen…

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